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Bünde

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Herford/Städte_und_Gemeinden/Bünde/
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Die Stadt Bünde liegt inmitten der Ravensberger Mulde, eingebettet zwischen dem Teutoburger Wald und dem Wiehengebirge, am Else-Flüßchen und gehört zum Kreis Herford, Regierungsbezirk Detmold, Bundesland Nordrhein-Westfalen.

Erstmalig wurde Bünde in einer Urkunde vom 22. Mai 853 erwähnt. Ihren Namen verdankt die Stadt vermutlich der Anhöhe über der Else, dem alten Kirchplatz. Die Stadt ist als die "Zigarrenstadt" Deutschlands bekannt und verfügt über ein Tabak- und Zigarrenmuseum. Der Siegeszug der Zigarren in Bünde begann mit dem Bauernjungen Töns Wellensiek, der mit 15 Jahren nach Bremen ging, um Zigarrenmacher zu werden. Er kam später zurück und gründete die erste Zigarrenfabrik der Stadt. Die Arbeit wurde überwiegend in Heimarbeit vergeben. Die Bünder Zigarrenmacher bestellten tagsüber ihr kleines Anwesen oder dienten als Heuerlinge bei Bauern. Nach Feierabend wurden dann Zigarren gedreht und die ganze Familie half dabei. Der Siegeszug der Zigarre machte aus dem kleinen bescheidenen Dorf fast über Nacht eine wohlhabende Stadt. Im Jahre 1912 gab 46 Zigarrenfabriken mit 200 Filialen der Stadt und im Umland. Die Zeiten haben sich gewandelt, aber noch heute produzieren Maschinen die Bünder Zigarren.

Bünde entstand in seinen heutigen Grenzen mit der kommunalen Neugliederung 1969. Die Stadt besteht aus der ehemals selbständigen Stadt Bünde und den Gemeinden Ahle, Bustedt (teilweise zu Hiddenhausen), Dünne, Ennigloh, Holsen, Hüffen, Hunnebrock, Muckum, Spradow, Südlengern (teilweise zu Kirchlengern und Hiddenhausen), Werfen und dem kleinen Bauernbad Bad Randringhausen. Bad Randringhausen liegt im Norden der Stadt und ist staatlich anerkannter Erholungsort mit Kurmittelgebiet und den einzigen staatlich anerkannten Jod-Schwefel-Quellen in Nordrhein-Westfalen.

Bünde unterhält Partnerschaften mit der finnischen Stadt Jakobstad und mit der Stadt Leisnig in Sachsen.

Daten der Stadt Bünde, Landkreis Herford:
Mittlere kreisangehörige Stadt - Kfz.-Kennzeichen: HF - Einwohner: 44.500 - Fläche: 59,30 km² - PLZ: 32257 - Telefonvorwahl: 05223

Enger

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Die Stadt Enger liegt inmitten des Ravensberger Landes im Kreis Herford. Die Stadt wird auch Widukindstadt genannt, weil nach der Sage der Sachsenherzog Widukind hier in der Stiftskirche seine letzte Ruhestätte gefunden haben soll. Der Name des Ortes Enger wurde erstmals im Jahre 948 in einer Stiftungsurkunde Ottos des Großen in der Schreibweise "Angeri" erwähnt. Noch heute wird am 6. Januar eines jeden Jahres das Timpkenfest zur Erinnerung an den Tod des Sachsenherzogs feierlich begangen. An diesem Tage werden nach einem Gottesdienst an die Schulkinder der Stadt Timpken (= Zipfel) verteilt. Im Jahre 1719 wurden dem Ort Enger die Rechte einer Titularstadt verliehen.

Als Wahrzeichen der Stadt gilt die Liesberg-Mühle. Im Jahre 1756 hat Friedrich der Große diese Windmühle als sogenannte Zwangsmühle erbauen lassen, um die Bevölkerung des umliegenden Landes mit Mehl zu versorgen. Die unter Denkmalschutz stehende Mühle ist heute nicht mehr in Betrieb, enthält aber noch funktionsgerechte Mahlwerke mit großen, hölzernen Zahnrädern.

Am 1. Januar 1969 kamen zum Stadtgebiet Enger die Gemeinden Belke-Steinbeck, Besenkamp, Oldinghausen, Pödinghausen, Siele, Westerenger, Dreyen und Teile von Herringhausen hinzu. Partnerstadt ist die Stadt Lichtenstein in Sachsen.

Daten der Stadt Enger, Landkreis Herford:
Kfz.-Kennzeichen: HF - Einwohner: 20.000 - Fläche: 41,21 km² - PLZ: 32130 - Telefonvorwahl: 05224

Herford

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Die Stadt Herford ist der Sitz der Kreisverwaltung des gleichnamigen Kreises im Regierungsbezirk Detmold, Land Nordrhein-Westfalen.

Die Entstehung der Stadt geht zurück auf die Gründung eines Klosters für Töchter sächsischen Adels durch den Edlen Waltger (Wolderus) im Jahre 789. Um 1170 wurden Herford die Stadtrechte verliehen und 1342 wurde aus Herford eine Hansestadt. Als ehemals weithin leuchtendes kulturelles Zentrum und Mitglied des Hansebundes hat diese Stadt eine lange, interessante Geschichte. Heute, gut 300 Jahre nach dem Untergang der Hanse, haben eine Reihe ehemaliger Hansestädte aus Hessen, Niedersachsen und Westfalen den alten Bund neu aufleben lassen. 20 Städte unterzeichneten am 25. Juni 1983 in Herford die Gründungsurkunde des WESTFÄLISCHEN HANSEBUNDES. Im Jahr 1998 zählte dieser Bund bereits 35 Mitglieder.

Die Stadt wurde 1631 durch Erklärung das Reichskammergerichts zur Reichsstadt erhoben. Die Erhebung zur Kreisstadt mit Gerichtssitz innerhalb der seit 1813 bestehenden preußischen Provinz Westfalen erfolgte 1816. In ihren heutigen Grenzen entstand die Stadt durch die kommunale Neugliederung 1969. Die bis dahin kreisfreie Stadt wurde in den Kreis Herford einbezogen. Außerdem erfolgte die Eingemeindung von Elverdissen, Stedefreund, Laar, Eikum, Diebrock, Falkendiek, Schwarzenmoor und Herringhausen-Ost.

Herford hat drei Partnerstädte; dies sind Fredericia in Dänemark, Hinckley in England und Quedlinburg in Sachsen-Anhalt. Neben diesen offiziellen Partnerschaften bestehen Freundschaften zu Vodice (Kroatien), Quincy (Illinois, USA), Gorzow (Polen) und zum Weindorf Leutesdorf am Rhein.

Daten der Stadt Herford, Kreis Herford:
Große kreisangehörige Stadt - Kfz.-Kennzeichen: HF - Einwohner 65.000 - Fläche 78,95 km² - PLZ 32049 bis 32052 - Telefonvorwahl 05521

Hiddenhausen

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Die Gemeinde Hiddenhausen liegt im Kreis Herford, Regierungsbezirk Detmold, Bundesland Nordrhein-Westfalen. Partnergemeinde sind Loitz (Mecklenburg-Vorpommern), Czechowice-Dziedize (Polen) und Kungälv (Schweden).

Die Gemeinde in den heutigen Grenzen ist am 1. Januar 1969 aus den ehemals selbständigen Gemeinden Eilshausen, Hiddenhausen, Lippinghausen, Oetinghausen, Schweicheln-Bermbeck und Sundern sowie Teilen von Bustedt und Südlengern gebildet worden. Hiddenhausen hat eine Fläche von 23,87 km² und rund 21.000 Einwohner.

Während die Gemeinde noch sehr "jung" ist, blicken die in ihr vereinten Ortsteile auf eine jahrhundertealte Vergangenheit zurück. Funde aus der Vorzeit lassen erkennen, dass die Menschen seit der jüngeren Steinzeit das Gebiet der heutigen Großgemeinde in ihren Lebensraum einbezogen hatten. Den bedeutendsten, geschlossenen Fund bilden die 1931 entdeckten 68 Brandschüttungsgräber im Ortsteil Hiddenhausen aus den ersten Jahrhunderten nach der Zeitwende.

Bis zur Mitte des vergangenen Jahrhunderts lebten die Bewohner Hiddenhausens vorwiegend von der Landwirtschaft; Spinnen und Weben waren Nebenerwerbsquellen. Dann begann der Siegeszug der Zigarrenindustrie im benachbarten Bünde. Um 1860 verlegten Zigarrenfabrikanten aus Enger und Bünde die ersten Filialbetriebe nach Hiddenhausen. Innerhalb weniger Jahrzehnte folgten weitere Betriebe und um 1900 wagten schon die ersten Werkmeister den Sprung zum selbstständigen Unternehmer. Auf dem Höhepunkt der Entwicklung, zwischen 1920 und 1930 stellten etwa 70 Firmen (einschließlich Filialen) in Hiddenhausen Zigarren her. Danach lockten andere Industiezweige mit höheren Löhnen und die Zigarrenindustrie verlor ihre Anziehungskraft. Im Jahr 1878 entstand die Brauerei Felsenkeller, die noch heute in Hiddenhausen ansässig ist und Bier unter dem Namen "HERFORDER PILS" vertreibt. 1894 wurde das Margarinewerk Meyer-Lippinghausen gegründet und nach der Jahrhundertwende entstand in der Region aus kleinen Tischlerreien die Möbelindustrie, die noch heute in ganz Ostwestfalen-Lippe ein bedeutender Wirtschaftszweig ist.

Kirchlengern

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Die Gemeinde Kirchlengern entstand in seinen heutigen Grenzen im Zuge der kommunalen Neugliederung am 1. Januar 1969 aus den ehemals selbständigen Gemeinden Häver, Kirchlengern, Klosterbauerschaft, Quernheim, Rehmerloh, Stift Quernheim und einem Teil von Südlengern. Die Form des Gemeindegebietes ist bei einer Länge von 9 km in Nord-Süd-Richtung und bei einer Breite von max. 6 km in Ost-West-Richtung verhältnismäßig schmal. Die Gemeinde hat seit Oktober 1982 eine Partnerschaft mit Tännesberg in der Oberpfalz.

Die erste schriftliche Erwähnung eines Teils der heutigen Gemeinde Kirchlengern stammt aus dem 12. Jahrhundert. Im Jahre 1147 hat vermutlich der Bischof von Osnabrück das Monasterium zu Quernheim als Augustiner-Nonnenkloster gegründet. Die heutigen Ortsteile Häver, Kirchlengern und Quernheim werden in der ältesten Herforder Heberolle um 1150, Südlengern 1151 und Rehmerloh am Ende des 12. Jahrhunderts schriftlich erwähnt. Die Einwohner Kirchlengerns und seiner Ortsteile waren Bauern oder arbeiteten als Knechte in der Landwirtschaft. Im 16. Jahrhundert kommt als weiterer Broterwerb die Verarbeitung von Flachs zu Garn und Leinen, ab dem 19. Jahrhundert die Zigarrenindustrie hinzu. Bereits 1909 entsteht in Kirchlengern ein Kraftwerk, das später ständig ausgebaut wird und heute mit der Gasturbine zu den modernsten Anlagen seiner Art gehört. Insbesondere nach dem 2. Weltkrieg entstanden in Kirchlengern zahlreiche Betriebe der Möbelindustrie, der Beschlägeindustrie und der Glasindustrie, um nur einen Teil zu nennen.

Daten der Gemeinde Kirchlengern, Landkreis Herford:
Kfz.-Kennzeichen: HF - Einwohner: 16.150 - Fläche: 33,78 km² - PLZ: 32278 - Telefonvorwahl: 05223

Löhne

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Die Stadt Löhne ist eine aufstrebende Stadt im Kreis Herford, Regierungsbezirk Detmold, im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Verkehrlich ist Löhne gut erschlossen durch die Autobahn A30 sowie durch die nahegelegene Autobahn A2. Außerdem ist Löhne Kreuzungspunkt verschiedener Bahnlinien. Die Geschichte der Stadt reicht zurück bis in das Jahr 993 zur ersten urkundlichen Erwähnung Jöllenbecks (lolenbeke). Löhne selbst wurde als "Lenithe" 1150 zum erstenmal urkundlich erwähnt. Der Aufschwung in Löhne kam mit dem Bau der Eisenbahn. Mit der Einweihung der Cöln-Mindener-Eisenbahn (1847) und der späteren Einweihung der Osnabrücker Bahn (1855) erhielt der Bahnhof Löhne als Krezungspunkt der beiden Bahnlinien eine wichtige Bedeutung. Es folgte die Fertigstellung der Eisenbahnstrecke Löhne - Hameln (1875) und damit Fertigstellung des Eisenbahnknotenpunktes Löhne. Wegen seiner strategischen Bedeutung wurde Löhne-Bhf. im 2. Weltkrieg immer wieder angegriffen und bei einem Luftangriff am 14. März 1945 weitgehend zerstört. Nach dem Wiederaufbau hat der Eisenbahnknotenpunkt Löhne seine Bedeutung bis weit nach dem 2. Weltkrieg behalten. Die Stadt wurde am 1. Januar 1969 in ihren heutigen Grenzen durch die kommunale Neugliederung aus den ehemaligen Gemeinden Bischofshagen, Gohfeld, Löhne, Obernbeck, Ulenburg und Mennighüffen gebildet. Sie hat ca. 41.500 Einwohner und eine Fläche von 59,40 km². Die Stadt Löhne verbindet seit 1973 eine Städtepartnerschaft mit der österreichischen Stadt Spittal an der Drau im Bundesland Kärnten. Im Jahr 2000 war Löhne gemeinsam mit der Nachbarstadt Bad Oeynhausen Veranstaltungsort der Landesgartenschau "AQUA MAGICA". Das Gelände der Landesgartenschau wird auch weiterhin für Veranstaltungen genutzt und steht als Park- und Gartenlandschaft Kurgästen und Einwohnern zur Verfügung.

Rödinghausen

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Die Gemeinde Rödinghausen liegt am Wiehengebirge im Kreis Herford, Regierungsbezirk Detmold. Die Gemeinde gehört zum Bundesland Nordrhein-Westfalen und grenzt westlich an das Land Niedersachsen.

Die Geschichte der Gemeinde geht zurück bis in das Jahr 851. In diesem Jahr wurde "Haus Kilver" im Ortsteil Westkilver erstmalig schriftlich erwähnt. Die anderen Ortschaften sind wenig jünger: Schwenningdorfs Geburtsstunde fällt in das Jahr 1088, Rödinghausens in das Jahr 1147, Bieren wurde zum ersten Mal im 12. Jahrhundert erwähnt, Ostkilver im Jahr 1150.

Bis zum Ende des Mittelalters ist die Geschichte Rödinghausens von Land-, Vieh- und Waldwirtschaft bestimmt. Ab dem Ende des 15. Jahrhunderts von der Flachswirtschaft. Die Bauern bauten auf ihren Feldern Flachs an, der von kleinen Bauern (Köttern") und sogenannten Heuerlingen versponnen und teilweise verwoben wurde. Mit der Industrialisierung verschwand die Flachsverarbeitung aus Rödinghausen. Viele Rödinghauser begannen ab etwa 1860 mit der Herstellung von Zigarren in Handarbeit. Noch bis 1960 wurden Zigarren in Heimarbeit hergestellt.

Das Gemeindegebiet besteht seit der kommunalen Neugliederung am 1. Januar 1969 aus den Ortschaften Bieren, Bruchmühlen, Ostkilver, Rödinghausen, Schwenningdorf und Westkilver. Mitten durch den Ortsteil Bruchmühlen verläuft die Landesgrenze zwischen den Ländern Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. So kommt es, dass ein Teil von Bruchmühlen zur Gemeinde Rödinghausen und der andere Teil zur Stadt Melle (Niedersachsen) gehört. Die Gemeinde Rödinghausen hat etwa 10.000 Einwohner und das Gemeindegebiet hat eine Fläche von 36,27 km².

Spenge

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Die erste urkundliche Erwähnung der Stadt Spenge betrifft den Ortsteil Wallenbrück und geht zurück in das Jahr 1092. Im 13. Jahrhundert wurde die Adelsfamilie von Ledebur mit den Gütern Werburg und Mühlenburg erstmalig erwähnt. Die Zugehörigkeit der Spenger Gemeinden wechselte in den letzten Jahrhunderten mehrmals. So gehörten sie bis 1609/14 zur Grafschaft Ravensberg, danach zu Brandenburg/Preußen und dann von 1807 bis 1810 zum Königreich Westfalen.

Die heutige Stadt Spenge entstand am 1. Januar 1969 aus den ehemals selbständigen Gemeinden des Amtes Spenge. Dies sind neben Spenge die Ortsteile Wallenbrück, Hücker-Aschen, Bardüttingdorf und Lenzinghausen. Die Gesamtfläche des Stadtgebietes beträgt 40,24 km². Die Einwöhnerzahl der Stadt ist in den letzten Jahren durch die Erschließung verschiedener Neubaugebiet auf ca. 16.000 Einwohner kräftig angestiegen. Viele Neubürger kommen aus der nahegelegenen Stadt Bielefeld und haben "auf dem Lande" ihr Häuschen gebaut.

Daten der Stadt Spenge, Kreis Herford:
Kfz.-Kennzeichen: HF - Einwohner: 15.800 - Fläche: 40,24 km² - PLZ: 32139 - Telefonvorwahl: 05225

Vlotho

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Die Stadt Vlotho liegt am großen Weserbogen im Kreis Herford, Regierungsbezirk Detmold, Bundesland Nordrhein-Westfalen.

Die Stadt in ihren jetzigen Grenzen wurde bei der Neugliederung der bisherigen Kreise Herford, Minden und Lübbecke im Jahre 1969 aus der Titularstadt Vlotho und den Gemeinden Valdorf und Exter des alten Amtes Vlotho gebildet. 1973 kam auf eigenen Wunsch die jenseits der Weser gelegene Gemeinde Uffeln, die bisher zum Amt Hausberge im Kreis Minden gehört hatte, dazu.

Das Stadtgebiet hat eine Fläche von 76,92 km²; davon entfallen auf den Stadtteil Valdorf 38,95 km², den Stadtteil Exter 20,40 km², den Stadtteil Uffeln 11,19 km² und den Stadtteil Vlotho 6,38 km². In der Stadt leben ca. 21.800 Einwohner.

Vlotho entstand um 1200 und führte den Namen "Vlothowe". Der damalige Ortsname ist eine Zusammensetzung aus "vlothe" und "owe". Der erste Bestandteil des alten Namen ergibt sich aus einem Forellenbach, der im 14. Jahrhundert "Vlothe" (hochdeutsch: "Fluss") hieß und in die Weser mündete. Der zweite Namesteil ist die alte Form unseres Wortes "Aue". Der Name Vlotho bedeutet also Flussaue. Um 1250 erhielt Vlotho das Stadtrecht. 1368 wurde die Stadt durch Mindener Truppen zerstört und sank danach für lange Zeit zu einem unbedeutenden Flecken herab. Trotz der Wirren des Dreißigjährigen Krieges erfolgte nach 1600 ein neuer Aufstieg. 1650 erhielt Vlotho, das nunmehr zu Brandenburg gehörte, wieder das Marktrecht und wuchs dank der damals gegründeten Schiffergilde so schnell, dass 1687 bereits 220 Bürgerstätten gezählt wurden. 1720 ließ Preußen den ersten regulären Ausladeplatz für den Schiffsverkehr in Vlotho anlegen, der seine Blüte um 1789 hatte. Damals gab es mehr als 400 Weserschiffe, die in Vlotho beheimatet waren. Zu dieser Zeit hatte Vlotho mit 1.350 Einwohnern immerhin halb so viele Bürger wie Bielefeld.

Ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist der Fremdenverkehr. Vlotho ist Luftkurort mit Kurmittelgebiet und verfügt über zwei kleine Bauernbäder, Bad Seebruch und Bad Senkelteich. Hier befinden sich Kurkliniken mit modernen Therapieeinrichtungen. Außerdem bieten Camping- und Freizeitplätze an der Weser viele Erholungsmöglichkeiten.

1955 übernahm die Stadt Vlotho für die früheren Bewohner der Stadt Sommerfeld (Niederlausitz) die Patenschaft. 1992 wurde diese Städtepartnerschaft mit der polnischen Stadt Lubsko (früher Sommerfeld) neu begründet. Außerdem besteht mit der französichen Stadt Aubigny-sur-Nère eine Städtepartnerschaft.

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